Migranten in Brandenburg

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Deutsch (DE-CH-AT)Arabic(الجزائر)Tiếng Việt (Vietnamese)Español(Spanish Formal International)Português (Brasil)French (Fr)Hungarian (informal)Polish (Poland)English (United Kingdom)Russian (CIS)

 

_
 

Vorstand

E-mail Print PDF
There are no translations available.

vorstand

Die Mitglieder des Vorstandes (von links nach rechts)

Annerose Poleschner, Joseph Ouku, Rui Wigand, Aleksandr Lopyrov,

Hai Bluhm, Paul Njoroge, Diana Sandler

  • Der Vorstand hat einen Vorsitzenden gewählt: Aleksandr Lopyrov ist erster Mann im Verein geworden
  • Der Vorstand hat sich Aufgaben und Zuständigkeiten gegeben:
    • Diana Sandler ist zuständig als Ansprechpartnerin für die Migranten­orga­ni­sationen und ist für den Vorstand in der Vernetzungsarbeit tätig
    • Aleksandr Lopyrov und Annerose Poleschner sind Vertreter/innen im Landesintegrationsbeirat Brandenburg und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit
    • Paul Njoroge vertritt den Verein bei den Plenarsitzungen des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates (BZIR)
    • Hai Bluhm ist zuständig für die E-Mail account Pflege und vertritt den Verein bei den Landeskonferenzen der Integrationsbeauftragten
    • Joseph Ouko wird den Verein auf den ostdeutschen Migrantentreffen vertreten
    • Rui Wigand ist zuständig für die Finanzen des Vereines und des Modellprojektes, für das er auch die Koordination und die Projektbetreuung wahrnimmt


Stellungnahme des Migrations- und Integrationsrates Land Brandenburg

MIR e.V. zur Aufforderung zur Ausreise von Joseph Ouko

Offener Brief an die Ausländerbehörde Senftenberg, an den Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und den Innenminister des Landes Brandenburg

Beim Brandenburger MigrantInnentreffen im Dezember letzten Jahres wurde der 33 jährige, aus Kenia stammende, Joseph Ouko in den Vorstand des Migrations- und Integrationsrates Land Brandenburg MIR e.V. (vormals AGAB) gewählt. Nun wurde er wieder abgewählt - von der Bundesrepublik Deutschland. Am 26. Mai wurde Herr Ouko von den deutschen Behörden aufgefordert, nach Kenia zurückzukehren. Dort kann er bei der deutschen Botschaft ein Visum beantragen und hoffen, dass er auf diesem Wege zurück zu seiner Frau, die in Erwartung eines Kindes ist, gelangen kann. Ursache hierfür ist eine Formalie – sein Visum enthielt einen falschen Grund. War er vor Jahren als Student eingereist, lebte er bis zu seiner Ausreise in der Gesellschaft integriert und in verschiedenen Funktionen tätig.

Dieser Sachverhalt stimmt sehr nachdenklich und zeigt, dass Migration und erfolgreiche Integration zwar aus allen politischen Lagern gefordert werden - aber die Realität leider eine andere ist. Der deutsche Rechtsstaat ist behäbig – eine zeitgemäße Einwanderungspolitik sieht anders aus.

Eine starke politische Vertretung der Migrantinnen und Migranten ist weiterhin notwendig, um positive Veränderungen im Interesse der Zuwanderer und der Aufnahmegesellschaft möglich zu machen. Das Beispiel Joseph Ouko verdeutlicht dies – leider – sehr eindringlich. Der Vorstand des Migrations- und Integrationsrates Land Brandenburg MIR e.V. verurteilt die Vorgehensweise der Ausländerbehörde des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, in diesem Fall keine Ermessensspielräume ausgeschöpft zu haben, wenngleich wir uns auch bei allen Akteuren bedanken, die unermüdlich für sein Bleiberecht gekämpft haben – auch das ist Realität in Deutschland. Wir hoffen, Joseph sehr bald wieder in unseren Reihen wissen zu können und wünschen ihm bis dahin viel Kraft und Erfolg.

gez. der Vorstand

vvvvvv

1.       Wir über uns